Digitale Medien – So verändert Corona den Online-Konsum

Auswirkung von Corona auf den Medienkonsum: ✓ Home-Office ✓ Home-Schooling ✓ weniger soziale Kontakte ✓ mehr Freizeit ➤ Das ist die Konsequenz:

Das Corona-Virus hat unsere Welt gravierend verändert und sich auf all unsere Lebensbereiche ausgewirkt. Auch die digitalen Medien wurden davon geprägt, da sich unser Konsumverhalten während der Krise weltweit gewandelt hat. Für viele Online-Unternehmen und Megakonzerne ist dies ein Grund zur Freude, da ihr Umsatz gravierend in die Höhe geschossen ist. Für uns OnlineKonsumenten ist das jedoch eher ein Grund zur Sorge, da wir noch mehr Zeit vor dem Bildschirm verbringen und zunehmend abhängig von digitalen Medien werden.

Steigender Medienkonsum während des Lockdowns

Alle Veranstaltungen wurden gecancelt, soziale Kontakte kann man nur noch eingeschränkt treffen und Ausgehmöglichkeiten haben bis auf weiteres geschlossen. Was bleibt einem da noch übrig außer zu Hause zu bleiben? Selbst ohne Ausgangsbeschränkungen sind die Alternativen seit Frühjahr 2020 eher madig. Entweder man geht wandern oder ist anderweitig sportlich aktiv oder man verbringt seinen Feierabend zu Hause – vor dem Bildschirm. Denn auch wenn viele Deutsche sich während der Krise neue Hobbies gesucht haben – wie nähen, kochen oder Musik produzieren – so verbringen doch auch viele ihre neu gewordene Freizeit vor dem Fernseher, Computer und Smartphone. Das ist zum Teil auch verständlich, da viele Dinge, die zuvor im realen Leben möglich waren, nun auf Grund von Social Distancing nur noch online funktionieren. Freunde sprechen geht jetzt nur noch über Social Media, einkaufen geht nur noch über Online-Shops und an Events teilnehmen geht nur noch über einen Live-Stream. Hinzu kommt außerdem, dass aufgrund der eingeschränkten
Freizeitgestaltung, die Menschen viel mehr Zeit haben. Um die aufkeimende Langeweile zu verdrängen, suchen viele Online nach Ablenkung und verbringen Stunden um Stunden vor dem Bildschirm.

Steigende Suchtgefahr: Vermehrter Konsum von Alkohol, Zigaretten und Medien

Aufgrund der dramatisch steigenden Zeit, die wir seit Beginn der Corona-Krise vor den Bildschirmen verbringen, fürchtet die Weltgesundheitsorganisation eine Zunahme der Mediensüchtigen.

Der steigende Tabak- und Alkoholkonsum seit dem ersten Lockdown ist bereits publik geworden und sorgt landesweit für Bedenken, der ebenfalls steigende Medienkonsum wird von der Öffentlichkeit jedoch bislang noch nicht so kritisch betrachtet. Die Psychiatrie Nürnberg führte aus diesem Grund bereits Studien (Studie zu Onlinekonsum und Mediensucht während Lockdown) durch, um das Risiko einer steigenden Mediensucht einzuschätzen. Obwohl noch nicht eindeutig nachgewiesen werden konnte, welches Suchtpotential der wachsende Medienkonsum in Zukunft haben wird, sind die Zahlen jedoch bereits erschreckend:

70 % der Befragten gaben in einer Selbstauskunft an, dass ihr Konsum von Online-Medien während des Lockdowns deutlich gestiegen ist. Frauen nutzen die digitalen Medien nun vermehrt für Social Media, Internetrecherchen und Videostreaming, Männer hingegen zunehmend für Gaming und Erotikplattformen – generell steigen jedoch die OnlineAktivitäten in allen Bereichen, wie eine weitere Umfrage von Statista (Veränderung des Medienkonsums durch Corona) zeigt. Besonders betroffen sind hiervon jüngere Menschen (zwischen 16-23 Jahren), während der Medienkonsumbei älteren Menschen (57+) nur geringfügig steigt.

Online-Sucht bei Kindern und Jugendlichen

Besonders Millennials und Kinder zeigen während der Corona-Krise einen zunehmenden
Medienkonsum. Sie müssen die digitalen Medien nicht nur vermehrt für den Unterricht im Bereich des Homeschoolings nutzen, sondern wählen diese auch anschließend als Freizeitaktivität und verbringen deutlich mehr Zeit auf Social-Media-Plattformen und mit Computerspielen. Ein Großteil der Onlinenutzung verteilt sich dabei auf die Bereiche Unterhaltung (34%), Kommunikation (27%) und Spiele (28%), während verhältnismäßig wenig Zeit (11%) für die Informationsrecherche für die Schule investiert wird (siehe Studie).

Das spannt nicht nur die Geduld der Eltern auf die Probe, sondern hat auch negative Auswirkung auf die Gesundheit der Kinder und Jugendlichen. Der extensive Medienkonsum kann zu einem Bewegungsmangel, Übergewicht, Verhaltensauffälligkeiten und nachlassenden Schulleistungen führen. Des Weiteren
verursacht er häufig chronische Kopfschmerzen, Rückenschmerzen und Schwindel. Um dem entgegenzuwirken und den Medienkonsum in einem angemessenen Rahmen zu halten, ist es sowohl für Kinder und Jugendliche als auch für ihre Vorbilder, die Erwachsenen, wichtig ihr digitales Bewusstsein zu schärfen und Achtsamkeit im Umgang mit den Medien zu üben – vor allem während der Corona-Zeit.

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