Mediennutzung von Kindern – wie Eltern gute Vorbilder sind

Vorbildfunktion Eltern: Kinder lernen am meisten durch Nachahmung ➤ sei ihnen ein gutes Vorbild – im realen Leben genauso wie im virtuellen.

Kinder und Jugendliche verbringen heutzutage fast so viel Zeit mit digitalen Medien wie in der Schule. Fernseher, Computerspiele und das Internet schlucken mehr als 300 Minuten am Tag und bestimmt so das tägliche Leben. Studienergebnisse der BZgA zeigen sogar, dass bei knapp einem Viertel der Jugendlichen der Medienkonsum problematisch ist, während fast 6% bereits von einer Computerspiel- und internetbezogenen Störung betroffen sind. Höchste Zeit etwas dagegen zu unternehmen und als Eltern den Kindern einen bewussten und achtsamen Umgang mit dem Internet vorzuleben.

Eltern sein – Vorbild sein: Der respektvolle Umgang mit digitalen Medien

Kinder lernen maßgeblich durch Nachahmung und werden somit beim Heranwachsen hauptsächlich durch das Verhalten ihrer Eltern geprägt. Während Jugendliche sich mit der Zeit auch immer mehr an dem Verhalten Gleichaltriger orientieren, sind die Eltern für Kinder die wichtigste Orientierungsfunktion.

Ihr Einfluss auf sie ist gravierend und sollte deshalb immer bewusst und nach
besten Wissen erfolgen. Das betrifft selbstverständlich auch den Umgang mit digitalen Medien, bei dem Eltern ihrem Nachwuchs zeigen können, wie sie diese selbstständig, sinnvoll, achtsam und verantwortungsvoll nutzen können. Möchtest du, dass dein Kind öfters mal zum Buch greift anstatt zum Smartphone?

Dann solltest du gleichzeitig auch überlegen, wie du deine Freizeit in der Regel
verbringst und deinen eigenen Medienkonsum reflektieren.

Empfehlungen für den Medienkonsum in der Familie

Mein wichtigster Tipp für einen gesunden Umgang mit Medien ist es, verbindliche Zeiten für die Nutzung digitaler Medien zu schaffen (ca. 30 min/tag für 3-6 jährige | ca. 45-60 min/tag für 6-10 jährige).

Smartphones und soziale Medien sollten nicht den Alltag dominieren und sich permanent in den Vordergrund drängen, sondern nur zu bestimmten Tageszeiten genutzt werden. Dabei ist es wichtig, dass die Eltern authentisch sind, sich ebenfalls an vereinbarte Zeiten halten und zum Beispiel das Handy beim gemeinsamen Abendessen oder während wichtigen Unterhaltungen auf Seite legen.
Gleichzeitig sollten auch bewusst Bildschirm freie Zeiten vereinbart werden, die Zeit für die Familie oder körperliche Bewegung beinhalten.
Im Alltag geht es oft stressig zu und gerade für Erwachsene, die Beruf und Privates unter einen Hut bringen müssen, kann es schwierig sein, sich an die vereinbarten Internet-Zeiten zu halten. Doch auch hier ist es wieder wichtig ein gutes Vorbild zu sein: Versuchen sie nicht hinterrücks die Regeln zu brechen, sondern reden sie mit ihrem Kind offen darüber, warum sie in diesem Fall eine Ausnahme machen müssen und passen sie gegebenenfalls die gemeinsamen Medienregeln an.

Gefahr vor Mediensucht: Suchtpotential frühzeitig erkennen

Viele Eltern stellen sich angesichts des steigenden Online-Konsums ihrer Kinder die Frage: Ist das eigentlich noch gesund?

Tatsächlich lautet in vielen Fällen die Antwort „ja“ und das Konsumverhalten
des Nachwuchses sollte kein Anlass zur Sorge sein. Wichtig ist es allerdings auch für einen passenden Ausgleich in der realen Welt zu sorgen, sodass die Kinder und Jugendlichen auch abseits des Bildschirms sozial, geistig und körperlich gefördert werden. Zudem ist es wichtig, das Konsumverhalten immer kritisch zu hinterfragen, sodass man potentielle Warnsignale rechtzeitig erkennt.

Nach der Regel „Verstehen ist besser als Verbieten“ rate ich Eltern dazu sich über die moderne Technik zu informieren, ihr eigenes Medienverhalten zu reflektieren und sich mit ihren Kindern aufgeschlossen über das neue, digitale Zeitalter zu unterhalten.
Sei achtsam im Umgang mit digitalen Medien und sei ehrlich im Umgang mit deinen Kindern, nur so kannst du ihnen ein gutes Vorbild sein.

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